Eine seltsame Statue
Countdown für die Ewigkeit
Apokalyptische Prophezeiungen gibt es viele. Doch die Visionen im Danielbuch der Bibel sind einzigartig. Um nicht zu spekulieren, braucht man den richtigen Schlüssel. Gibt es einen Countdown für die Ewigkeit?
Im Jahr 603 v. Chr. hat der Herrscher des Neubabylonischen Weltreichs, Nebukadnezar II. einen seltsamen Traum.
Im biblischen Prophetenbuch Daniel wird uns davon berichtet. Der Herrscher ahnt, dass dieser Traum etwas besonderes ist und ruft seine Traumdeuter. Er verlangt sogar, dass sie den Traum selbst kennen und ihm sagen, was er geträumt hat. Hier scheitern sie.
Der Prophet Daniel befindet sich zu dieser Zeit im Exil in Babylon. Ihm offenbart Gott sowohl den Traum als auch dessen Deutung.
Daniel 2,27–28 (ELB 2006)
27 Daniel antwortete vor dem König und sprach: Das Geheimnis, das der König verlangt, können Weise, Beschwörer, Wahrsagepriester und Zeichendeuter dem König nicht kundtun. 28 Aber es gibt einen Gott im Himmel, der Geheimnisse offenbart; und er lässt den König Nebukadnezar wissen, was am Ende der Tage geschehen wird. Dein Traum und die Visionen deines Hauptes auf deinem Lager waren diese …
Was sieht Daniel?
Im Traum sieht Daniel eine Statue, die aus verschiedenen Metallen besteht. Gold, Silber, Bronze, Eisen und schließlich die Füße aus einem Gemisch von Eisen und Ton.
Ein Stein wird ohne menschliches Zutun ausgelöst und trifft das Standbild an den Füßen. Alles wird zerstört, doch aus den Trümmern entsteht etwas Neues.
Die richtigen Schlüssel
Der Text liefert selbst die Schlüssel zur Lösung des Rätsels. Wir müssen also nicht wie z.B. bei Nostradamus herum spekulieren. Die Deutung ist nachprüfbar und solide.
- Schlüssel 1
Die Metalle symbolisieren antike Weltreiche. (Dan 2,36-39)
- Schlüssel 2
Alle Weltreiche folgen direkt aufeinander. (Dan 2,39)
- Schlüssel 3
Der Startpunkt ist Nebukadnezar I. und das neubabylonische Reich, die Region Mesopotamien – heutiger Irak. (Dan 2,38)

Wie endet unsere Welt?
Daniel sieht einen „Stein“, der alles zerschmettert? Ist das ein Meteorit, eine globale Katastrophe oder der dritte Weltkrieg?
Offensichtlich nichts von alledem, denn ohne Zutun von Menschenhand richtet Gott sein ewiges Reich auf.
Die gute Nachricht!
Die Weltgeschichte hat ein Ende, doch dieses setzt Gott höchst persönlich. Er schafft dann eine neue Welt und eine neue Weltordnung.
Dies geschieht, wenn Jesus Christus für alle sichtbar wieder kommt. (Mt 24,29-31; Jh 5,24-29)
Eine neue Welt
Die Propheten vor Jesus und die Apostel nach Jesus geben die frohe Botschaft weiter: Es wird eine von Gott neu gestaltete Erde geben, ohne Leid und Tod. Der Apostel Petrus z.B. schreibt:
2. Petrus 3,10.13 (GN2018)
10 Doch der Tag des Herrn kommt unvorhergesehen wie ein Dieb. Dann wird der Himmel unter tosendem Lärm vergehen, die Himmelskörper verglühen im Feuer, und die Erde und alles, was auf ihr ist, wird zerschmelzen. …
13 Aber Gott hat uns einen neuen Himmel und eine neue Erde versprochen. Dort wird es kein Unrecht mehr geben, weil Gottes Wille regiert. Auf diese neue Welt warten wir.
Im letzten Buch der Bibel hat der Apostel Johannes ebenfalls eine Vision. Er sieht einen neuen Himmel und eine von Gott neugestaltete Erde.
Offenbarung 21,1.4 (LU17)
1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; …
4 und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
Alles nur frommer Glaube oder echte Hoffnung?
Wenn die Prophezeiungen der Bibel für die Vergangenheit eingetroffen sind, dann wird auch das Letzte eintreffen. Wann dies geschehen wird, wissen wir nicht.
Die Frage ist jedoch, wo verbringe ich die Ewigkeit? Wie bekomme ich das ewige Leben?Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
Countdown für die Ewigkeit
Sieht man sich diese Vision einer Statue mit aufeinander folgenden Weltreichen an, dann ist das Ganze eine Art „Countdown für die Ewigkeit“.
Die geschichtliche Abfolge führt uns bis in unserer moderne Welt und der Eindruck drängt sich auf, der „Stein“ hätte schon längst kommen müssen.
Wir leben an den „Fußsohlen“ der Weltgeschichte.
Auch wenn niemand Zeit oder Stunde der Wiederkunft Christi kennt (Mt 24,36; Mk 13,32–33), wird durch die Prophetie klar, dass wir in der allerletzten Zeit leben und wir lieber heute als morgen schauen sollten, dass unsere Beziehung zu Gott und den Menschen im Frieden ist.
- In welcher Zeit leben wir in Daniels „Skala“?
- Welche Hoffnung hast du über den Tod hinaus?
- Hast du inneren Frieden durch Jesus Christus?
Gute Nachrichten!
- Alle imperialen gewalttätigen Mächte sind begrenzt und herrschen nicht ewig.
- Diese Welt endet nicht in einer zufälligen oder menschengemachten Katastrophe, sondern Gott hält alles in seiner Hand.
- Am Ende steht das neue globale Reich Gottes – ewiges Leben ohne Leid und Tod.
Zum eigenen Nachdenken …
Die wichtigsten Bibelstellen (verlinkt mit Bibleserver)
- Daniel 2 | Die Prophezeiung
- Mt 24,29-31; Joh 5,24-29 | Jesus kommt für alle sichtbar wieder
- 2. Petrus 3,10-13 | Alles wird vergehen
- Offenbarung 21,1-5 | Gott macht alles neu
- Mt 24,36; Mk 13,32–33 | Kein Mensch weiß den genauen Zeitpunkt
Impulse zum Nachdenken
- Macht dir die Zukunft Angst?
- Welche Botschaften stecken für dich in dieser Prophezeiung aus dem Buch Daniel?
- In welcher Zeit leben wir in Daniels „Skala“?
- Welche Hoffnung hast du über den Tod hinaus?
- Was ist die gute Nachricht, die du mitnimmst?


